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Dänemark ist ein uraltes Agrarland mit stolzen Traditionen, aber die konventionelle Landwirtschaft wird heute von den Verbrauchern herausgefordert, die Gesundheit, Naturschutz und dem Wohlergehen von Tieren höchste Priorität einräumen.
Die Dänen sind zu Massenkonsumenten von Bioprodukten geworden, deren Anteil sich seit 2003 um 83 Prozent erhöht hat. Der Prokopf-Absatz an Bioprodukten in Dänemark ist nirgendwo in der Welt höher als hier. Biomilch hat in Dänemark einen Marktanteil von 35 Prozent.
Als erstes Land der Welt führte Dänemark 1987 staatliche Regeln für Bio-Landbau und eine strenge staatliche Kontrolle von Bio-Waren und Bio-Herstellern ein. Wer als Erzeuger den Ansprüchen gerecht wird, darf sich mit dem in Verbraucherkreisen anerkannten Gütesiegel ”Ø-mærke” schmücken.
Öffentliche Institutionen stehen auch hinter dem Bio-Landbau in Form von ”grüner Einkaufspolitik” und Bio-Essen in Pflegeheimen, Schulen und Kitas. Eine Vielzahl der gröβten Firmen des Königreiches bieten Bio-Mahlzeiten für die Mitarbeiter an. Seit den 90érn nimmt der Einzelhandel die Bio-Produkte ernst und heute haben sämtliche Einzelhandelsketten ein breites Bio-Sortiment. Dänische Verbraucher müssen damit nicht den Gang auf die Höfe oder in die Nische-Läden antreten – im Supermarkt vor Ort gibt es eine reiche Auswahl.
Das Interesse für Bio-Produkte bedeutet bei den Herstellern eine erhöhte Bereitschaft, sich auf Experimente einzulassen. Z.B. Bio-Eis und Forellen gezüchtet auf Bioart. In den letzten Jahren haben mehr als 52 Prozent mehr Bioprodukte ihren Weg in die Einzelhandelsregale gefunden. Dänemark ist eines der führenden Länder in Forschung in Bio-Landbau, was der Produktion zugute kommt.
Der Bio-Landbau trägt zusammen mit der Entwicklung von erneuerbaren Energiequellen, der Einführung von Umweltplänen und einer umfassenden Umwelt- und Energieforschung dazu bei, Dänemark zu einem grünen und gesunden Land zu machen.
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