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| 2010-02-12 |  | | | | 2007 gab jeder Däne 790 Kronen für ökologische Produkte aus. Gleichzeitig dokumentiert neue Forschung, dass die betriebene Ökologie-Politik in Dänemark erstklassig ist – eine Politik, die sich in der "Grünes Wachstum"-Strategie der Regierung hoffentlich fortsetzen wird. Neue Zahlen des deutschen Statistikbüros ZMP zeigen, dass jeder Däne 2007 im Schnitt 106 Euro (790 Kronen) für Bioprodukte ausgab. Damit haben die Dänen die Schweizer überholt und geben nun mehr Geld für ökologisches Essen aus als irgendein anderes Volk in der Welt. Ein Teil der Erklärung für den Erfolg von Bio in Dänemark ist unter anderem in einem Sektor zu finden, in dem es alle Parteien verstanden haben zusammenzuarbeiten.
Eine andere Erklärung für die Verbreitung von Bio in Dänemark ist, dass die Verbraucher immer umwelt- und gesundheitsbewusster werden.
- Die Zahlen zeichnen ein deutliches Bild davon, dass es eine breite Volksbewegung unter den dänischen Verbrauchern gibt, die Mitte der 1990er-Jahre ihren Anfang nahm und die heute stark ins Rollen gekommen ist. Es handelt sich augenscheinlich um eine Bewegung und nicht nur um einen kurzfristigen Trend oder eine Mode, sagt Henrik Hindborg, Marktchef bei beim ökologischen Landesverband 'Økologisk Landsforening'.
Ökologie-Politik von Weltklasse Neue Forschungen zeigen, dass der Erfolg der Ökologie in Dänemark in hohem Maß auf die hierzulande betriebene Ökologiepolitik zurückzuführen ist, bei der die Steigerung von Angebot und Nachfrage gleichermaßen in den Mittelpunkt gerückt wird. Eine politische Linie, von der man seitens 'Økologisk Landsforening' hoffe, dass sie in der Regierungsstrategie vom 'Grünen Wachstum' weitergeführt wird.
- Hinter dem Erfolg liegt auch eine dänische Ökologiepolitik, deren Beibehaltung und Ausbau derzeit von der Regierung im Rahmen ihrer Arbeit zum Grünen Wachstum einer Bewertung unterzogen wird. Eine Verstärkung der Ökologiearbeit im Rahmen von 'Grünes Wachstum' wäre angesichts der bisher erzielten sowohl wirtschaftlichen als auch umweltmäßigen Erfolge naheliegend. Die Politiker dürfen die Zügel jetzt jedoch nicht schleifen lassen, sagt Paul Holmbeck, Direktor von 'Økologisk Landsforening'.
Forscher von der Universität Aarhus haben Dänemark mit Schweden, Großbritannien und USA verglichen. Hier hebt sich Dänemark deutlich ab.
- In Dänemark geht die Ökologie auf zwei Beinen: Man hat sowohl auf Erhöhung des Angebots von Waren und die Gewinnung von Landwirten für ökologisches Wirtschaften gesetzt als auch Maßnahmen zur Förderung des Absatzes ergriffen. Der Staat hat Unterstützung geleistet für sowohl Umstrukturierung, öffentliche Kampagnen, Forschung und Produktentwicklung, Beratung als auch Marktförderung. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Lebensmittelbehörden und Interessenorganisationen wie 'Økologisk Landsforening', sagt Carsten Daubjerg, der Professor am Institut für Staatswissenschaft an der der Universität Aarhus ist und hinter der Untersuchung steht.
Hinter Dänemark folgte die Schweiz im Jahr 2007 mit 105 Euro pro Person, Österreich mit 89 Euro und Deutschland 64. Und der Anteil hierzulande wächst weiter. Im Jahr 2008 stieg der Absatz an Bioprodukten um bis zu 30 Prozent, und der Durchschnittsverbrauch der Dänen wird damit bei ca. 135 Euro durchschnittlich im Jahr 2008 zu liegen kommen, schätzt 'Økologisk Landsforening' ein, deren Ziel es ist, die Zahl auf 270 Euro zu verdoppeln, was 2.000 Kronen pro Däne 2013 entspricht.
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